Organisatorische Struktur der Bundeskammer der ZiviltechnikerInnen

1. Kammertag
Der Kammertag besteht aus der/dem Präsidenten/Präsidentin der Bundeskammer, den Mitgliedern der Bundessektionen und den Präsident/innen und Vizepräsident/innen der Länderkammern. Der Kammertag ist jährlich mindestens einmal abzuhalten, außerdem kann ihn die/der Präsident/in jederzeit einberufen.

Kompetenzen des Kammertages:

  • Entgegennahme des Berichtes der Rechnungsprüfer und Genehmigung des Rechnungsabschlusses Genehmigung des Jahresvoranschlages
  • Festsetzung der von den Länderkammern zu leistenden Umlagen
  • Erlassung des Statutes und des Geschäftsplanes der Wohlfahrtseinrichtungen und Festsetzung der von den Ziviltechniker/innen für die Wohlfahrtseinrichtungen zu leistenden Fondsbeiträge
  • Erlassung der Geschäftsordnung und der Dienstordnung der Bundeskammer
  • Erlassung von Standesregeln und Honorarleitlinien
  • Behandlung aller Angelegenheiten, die vom Vorstand oder gemäß der Geschäftsordnung vorgelegt werden
  • Erlassung von Richtlinien für Ausweiskarten für die elektronischen Signaturen
  • Erlassung der Verordnung betreffend die Führung eines Urkundenarchivs der Ziviltechniker/innen sowie von Richtlinien über die Voraussetzungen für die Einstellung, den Zugang und die Löschung von Urkunden sowie die Dauer ihrer Aufbewahrung, ferner die Festlegung der zur Deckung des Aufwands für die Eintragung, die Gewährung des Zugangs und die Löschung notwendigen Gebühren


2.Vorstand

Der Vorstand setzt sich aus der/dem Präsidentin/en der Bundeskammer, den Präsident/innen und Vizepräsident/innen der Länderkammern, den Bundessektionsvorsitzenden und deren Stellvertreter/innen und der/dem Vorsitzenden der Wohlfahrtseinrichtungen zusammen. Die/der Präsident/in kann den Vorstand jederzeit einberufen. Der Vorstand ist in allen Angelegenheiten zuständig, die nicht einem anderen Organ der Bundeskammer zugewiesen sind.

Auf Antrag einer Bundessektion kann der Vorstand Fachgruppen einrichten, deren Aufgabenbereich und organisatorischer Aufbau in der Geschäftsordnung zu regeln ist

3. Präsidium
Das Präsidium der Bundes-Architekten- und Ingenieurkonsulentenkammer besteht aus ihrer/m Präsidenten/in und Vizepräsidenten/in und den Präsident/innen der Länderkammern. Wird die/der Präsident/in einer Länderkammer gleichzeitig zur/zum Vizepräsidenten/in der Bundes-Architekten- und Ingenieurkonsulentenkammer gewählt, so ist sein/e Vizepräsident/in Mitglied des Präsidiums.Das Präsidium ist berufen zur Entscheidung bei besonderer Dringlichkeit und in jenen Fällen, in denen der Vorstand innerhalb der gestellten Frist keinen Beschluss fassen kann.

4. Bundessektion Architekten
Die Bundessektion Architekten ist für die sektionseigenen Angelegenheiten zuständig. Sie besteht aus dem/der Sektionsvorsitzenden und -stellvertreter/in der gleichnamigen Sektion und weiteren sieben Delegierten der Sektionen der Länderkammern.

5. Bundessektion Ingenieurkonsulenten
Die Bundessektion Ingenieurkonsulenten ist für die sektionseigenen Angelegenheiten zuständig. Sie besteht aus dem/der Sektionsvorsitzenden und -stellvertreter/in der gleichnamigen Sektion und weiteren sieben Delegierten der Sektionen der Länderkammern.

6. Kuratorium der Wohlfahrtseinrichtungen
Die Bundeskammer hat als gemeinsame Einrichtungen für Ziviltechniker/innen, ehemaligeZiviltechniker/innen und deren Hinterbliebene einen Pensionsfonds und einen Sterbekassenfonds zu errichten und zu betreiben. Diese Fonds besitzen keine eigene Rechtspersönlichkeit, sie bilden ein gemeinsames zweckgebundenes Sondervermögen der Bundeskammer.Aus den Mitteln des Pensionsfonds sind zumindest folgende Versorgungsleistungen zu gewähren:   

  • Alterspensionen
  • Berufsunfähigkeitspensionen
  • Versorgungsleistungen an Witwen oder Witwer
  • Versorgungsleistungen an ehemalige Ehegatten
  • Versorgungsleistungen an Waisen


7. Rechnungsprüfer
Aufgrund des ZTKG hat der Kammertag Rechnungsprüfer/innen zu bestellen.

8. Berufungskommission in Disziplinarangelegenheiten
Über Berufungen gegen Entscheidungen eines Disziplinarausschusses erkennt in zweiter und letzter Instanz die Berufungskommission in Disziplinarangelegenheiten. Die Berufungskommission besteht aus einer/einem Vorsitzenden und ihrer/ihrem Stellvertreter/in oder seiner/seinem Stellvertreter/in, die beide Richter/in des Aktivstandes sein müssen, und aus zwölf Beisitzer/innen.  Die/der Vorsitzende und ihr/sein Stellvertreter sind vom Vorstand der Bundeskammer zu bestellen. Die Beisitzer/innen sind vom Kammertag aus den Reihen der aktiv wahlberechtigten Mitglieder der Länderkammern, die ihre Befugnis ausüben, zu wählen. Sie dürfen nicht gleichzeitig Mitglieder eines Disziplinarausschusses sein.